Repower an der

E-world 2020

Zum 20. Jubiläum präsentierte sich die E-world energy & water als Impulsgeber für die Energiebranche. 813 Aussteller aus 25 Nationen zeigten über 25'000 Besuchern ihre Innovationen rund um die Energieversorgung. Auch Repower war mit einem Stand dabei.

In der Messe in Essen wurde deutlich: Ob internationaler Konzern, regionaler Energieversorger oder Start-up, sie alle setzten auf eine smarte und grüne Energiewende. Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden tauschten sich drei Tage lang über Chancen und Herausforderungen aus und informierten sich über neue Lösungen. Unternehmen zeigten auf der Messe, wie Produzenten und Verbraucher effizient miteinander vernetzt werden können, damit der Energieverbrauch minimiert wird. Dazu gehörten intelligente Steuersysteme für EVU, flexible Batteriespeicher oder auch Adapter für Wasser- oder Stromzähler, die Daten einfach und komfortabel aufs Smartphone übermitteln. Ausserdem massen die Energiegesellschaften im Vergleich zu den Vorjahren den Handelsthemen wieder deutlich mehr Gewicht bei.

Und was ist unseren Experten von Repower vor Ort vor allem aufgefallen? Was sorge an der E-world für Gesprächsstoff? Wir haben sie gefragt.

 

Jeannine Piccand (Portfoliomanager Renewables): «An der E-world dominierte nicht EIN Thema die ganze Messe. Früher war entweder E-Mobilität, Digitalisierung (inkl. Smart Meter und CRM) oder PPA (Power Purchase Agreement) ein grosses Thema. Dieses Jahr hatte es von allem etwas. Die Besucheranzahl war meiner Meinung nach niedriger als sonst, doch kann dies auch im Zusammenhang mit dem Sturm und somit ausgefallenen Flüge/Zugverbindungen oder die Angst vor dem Virus sein.
Bedingt durch meinen Job ging es bei meinen Unterhaltungen praktisch immer um den HKN. So waren vielmals die Handelsplattformen und die Qualität der Lieferung ein Thema. Zur reden gab vielmals die Liquidität im Handel, die Preistransparenz oder die Moral von einzelnen Unternehmen beim rechtzeitigen Transfer des korrekten HKN.»

 

Thomas Grond (Leiter Unternehmenskommunikation): «Eines der grossen Themen an der E-world war sicherlich die Elektromobilität. Diverse Aussteller zeigten Ladepunkte und auch das Thema Lastmanagement kam öfters zur Sprache. Auf Seiten E-Mobilität war aber sicher die Kooperation von VW und e.on der 'talking point'. Der Autokonzern und der Energiedienstleister wollen gemeinsam ein Netzwerk mit Ladepunkten aufziehen. Das Besondere daran ist, dass die Ladepunkte mit gebrauchten Batterien aus den VW-Elektroautos bestückt sind. Cybersicherheit, Finanzierung und Versicherung der Anlagen und das Thema rund um intelligente Häuser haben neben der Energieversorgung auch auf der Messe Platz gefunden.»

 

Men Rauch (Vertrieb, Leiter Ostschweiz): «Produzenten und Händler traten an der E-world wieder mit grösserem Gewicht auf. Das aktuelle und prognostizierte Preisniveau stärkt ihre Position. Auf Käuferseite werden teilweise wieder Langfristverträge gesucht, oft auch in Form von grünen PPAs. Der Kurzfristhandel gewinnt jedoch auch an Bedeutung - die Volatilität verschiebt sich immer stärker zur Lieferung hin. Damit verbunden sind die automatische Optimierung sowie die Ausführung von Kurzfristhandel mittels Software. Es sieht so aus, als stünden wir hier erst am Anfang einer kommenden Entwicklung. Nach wie vor waren Themen wie Smart Metering, Messdatenmanagement, Energiedatenmanagement und Abrechnungslösungen an der E-world präsent - jedoch weniger prominent als auch schon. Auch kleinere Tech-Unternehmen und Start-ups haben wieder ausgestellt - die Aufmerksamkeit für diese Aussteller schien mir vor einigen Jahren wieder grösser. Elektromobilität war an vielen Ständen ein Thema. Alles in allem ein interessanter Anlass, der gerne wieder besucht werden kann.»

 

Kathrin Heise (Vertrieb, Deutschland): «Bei Grünstrom war das Thema Power Purchase Agreements (PPA) - die langfristige Abnahme von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, insbesondere für kleine PV-Anlagen, die mit dem EEG nicht mehr gefördert werden - dominant. Daneben gaben auch die Preisentwicklungen auf dem HKN-Markt zu reden.»

 

 

 

Meinungen und Eindrücke sind wie so oft subjektiv. Wie haben Sie die E-world 2020 wahrgenommen? Was ist Ihnen besonders aufgefallen?

Bild: Bildmaterial E-world (Impression, 11.02.2020)

Über den Autor

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Vom EVU fürs EVU

Repower ist ein Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen im Energiebereich mit über 100-jähriger Erfahrung. Die Schlüsselmärkte sind die Schweiz (inkl. Originationsgeschäft in Deutschland) und Italien. Der Hauptsitz befindet sich in Poschiavo (Graubünden). Die Gruppe ist von der Produktion über den Handel bis zur Verteilung und zum Vertrieb auf der ganzen Strom-Wertschöpfungskette sowie zusätzlich im Gasgeschäft tätig. Basierend auf ihrem fundierten Energiefachwissen bietet Repower ihre Produkte und Dienstleistungen auch Partnern an - insbesondere EVU, aber auch Industriekunden und öffentlichen Institutionen - und führt Arbeiten für Dritte aus.

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