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Anschluss des Kraftwerks Schanielabach an das Versorgungsnetz

Repower baute eine fünf Kilometer lange unterirdische Kabelleitung für den Anschluss des Kraftwerks Schanielabach an das Versorgungsnetz. Die neue Kabelleitung zieht sich von Ascharina durch unwegsames Gelände in die Felswand eines 100-jährigen Wasserstollens bis hinunter nach Küblis. Damit wurde nicht nur das Kraftwerk Schanielabach an das Netz angeschlossen, sondern auch die Versorgungssicherheit der Dörfer St. Antönien und Ascharina erheblich erhöht. Im Gespräch mit Christian Kasper, Gemeindepräsident von Luzein, sind wir dem auf den Grund gegangen:​

 

REPOWER HAT ST. ANTÖNIEN UND ASCHARINA 2019 ÜBER EINE LEISTUNGSSTARKE, UNTERIRDISCHE KABELLEITUNG MIT DEM STROMNETZ VERBUNDEN. WELCHEN VORTEIL BRINGT DER AUSBAU FÜR ST. ANTÖNIEN UND ASCHARINA?

Das bringt uns ganz grosse Vorteile. Diese neue Leitung gewährleistet unsere Versorgungssicherheit. Mit der früheren Freileitung hatten wir in schneereichen Wintern immer wieder Probleme und längere Stromausfälle. Bei schlechtem Wetter war es zudem nicht einfach, die Störungen zu beheben.

SEIT DIE NEUE LEITUNG BESTEHT, GAB ES KEINE STROMAUSFÄLLE MEHR?

Nein, gar keine Ausfälle mehr (Stand Ende 2019, Anm. d. Red.). Und darüber sind wir auch sehr froh. Wir hatten es im Winter 2018 erlebt, dass wir drei Tage keinen Strom mehr hatten. Dann funktioniert auch das Telefon nicht mehr und ohne Natel sind wir alle in solchen Situationen schnell einmal aufgeschmissen. «As uh Narratheater», wie wir im Prättigau sagen.

MIT DEM AUSBAU DER LEITUNGSKAPAZITÄT KÖNNEN ST. ANTÖNIEN UND ASCHARINA JETZT AUCH IHR VOLLES SOLARPOTENZIAL AUSNUTZEN. WIE HOCH SCHÄTZEN SIE DIESES POTENZIAL?

Riesig! Wenn wir das Projekt eines Solarkraftwerks bei der Lawinenverbauung am Chüenihorn realisieren könnten, wäre das Potenzial wirklich sehr gross. Wir wissen heute zwar noch nicht genau, wie der Bund die Versorgungssicherheit realisieren will. Doch mit dem Chüenihorn hätten wir ein fixfertiges Projekt, das einen Beitrag an die Energiewende leisten könnte. Bisher war das Projekt einfach an der Wirtschaftlichkeit gescheitert. Mit der Leitungsverstärkung dürften die Chancen für das Projekt wieder etwas gestiegen sein.

 

Dieses Interview wurde im Rahmen des Geschäftsberichts 2019 von Repower geführt.

Wassserkraftwerk SchanielabachDas neu erstellte Kraftwerk Schanielabach speist seit dem Sommer 2019 Strom ins Netz der Repower AG ein. Eigentümerin des Wasserkraftwerks ist die Kraftwerk Schanielabach AG. Bei einer Leistung von 2,25 Megawatt produziert das Kraftwerk jährlich 7,4 GWh Strom aus erneuerbarer, heimischer Wasserkraft. Diese Menge entspricht etwa dem Stromverbrauch von rund 1500 Haushalten. Der Ausbau der Wasserkraft ist ein wichtiger Pfeiler der Energiestrategie 2050 des Bundes. Die Investitionskosten belaufen sich auf 10,5 Millionen Franken.

 

Über den Autor

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Vom EVU fürs EVU

Repower ist ein Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen im Energiebereich mit über 100-jähriger Erfahrung. Die Schlüsselmärkte sind die Schweiz (inkl. Originationsgeschäft in Deutschland) und Italien. Der Hauptsitz befindet sich in Poschiavo (Graubünden). Die Gruppe ist von der Produktion über den Handel bis zur Verteilung und zum Vertrieb auf der ganzen Strom-Wertschöpfungskette sowie zusätzlich im Gasgeschäft tätig. Basierend auf ihrem fundierten Energiefachwissen bietet Repower ihre Produkte und Dienstleistungen auch Partnern an - insbesondere EVU, aber auch Industriekunden und öffentlichen Institutionen - und führt Arbeiten für Dritte aus.

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