Das Gateway -

das Herzstück von

Smart Metering

Alte Regeln sind nicht mehr zwingend korrekt, was den Stromverbrauch von heute angeht. Wenn die Sonne am Mittag scheint und die Photovoltaik-Anlage viel Strom produziert, kann es durchaus sinnvoll sein, die Waschmaschine über Mittag laufen zu lassen. Wie also gehen wir mit unserer Stromnutzung um? Hier kommen die Smart Meter ins Spiel. Smart-Meter-Lösungen ermöglichen die Nutzung von Strom zu optimieren. Und: Sie versprechen ihrem Nutzer gegenüber Transparenz und dessen Einbezug.

 

Die Energienutzung der Bevölkerung verändert sich. Und sie wird sich auch in Zukunft verändern. Das zeigen zwei aktuelle Umfragen, die der TCS beziehungsweise das Institut für Ökologie und Wirtschaft der Universität St.Gallen durchgeführt haben. So hat der TCS in seinem Barometer E-Mobilität festgestellt, dass 49 Prozent der über 18-Jährigen in der Schweiz in den nächsten drei Jahren «sehr oder eher wahrscheinlich» ein Elektroauto kaufen würden. Und gemäss der Universität St.Gallen sind 57 Prozent aller Schweizer Hausbesitzer interessiert daran, bei einer Renovation auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage zu installieren.

Die Stromproduktion und -nutzung wird sich also stark wandeln. Damit steigen auch die Ansprüche der Endkunden an die Energieversorger. Wenn Private vermehrt ihren eigenen Strom produzieren, möchten Endkunden diesen auch bestmöglich steuern und für sich selbst nutzen. Netzbetreiber auf der anderen Seite sind verpflichtet, die überschüssigen Strommengen abzunehmen. Gleichzeitig haben Netzbetreiber bestmöglich dafür zu sorgen, dass auch dann genügend Strom vorhanden ist, wenn er verstärkt nachgefragt wird, also zum Beispiel, wenn viele Elektroautos gleichzeitig geladen werden und damit viel Energie in kurzer Zeit benötigt wird.

Dabei helfen können Smart-Meter-Systeme. Die Einführung von intelligenten Smart-Meter-Systemen ist im Rahmen der Energiestrategie 2050 beschlossen worden: Bis 2027 sollen 80 Prozent aller herkömmlichen veralteten Zähler in der Schweiz durch Smart-Meter-Systeme ersetzt werden. Für viele Energieversorger bietet sich damit eine Chance, auch für Repower. Repower hat mit sechs weiteren EVU die EVUlution AG gegründet. Damit bündelt die Firma die Erfahrung und Kompetenz von insgesamt sieben Energieversorgern und bietet Lösungen von Energieversorgern für die intelligente Energiewelt von morgen an. EVUlution startet mit vier Produkten im Portfolio. Alle Produkte sind für den Einsatz bei EVU massgeschneidert, so auch SMARTPOWER: eine Lösung für die Erfüllung der Smart-Metering-Anforderungen und den Rundsteuerungsersatz mit Energiemanagement-Funktionalitäten. Aber auch das White-Label-Produkt ENERGYBOARD, ein innovatives Kundenportal für Energieversorger und Querverbundunternehmen und deren Endkunden, gehört dazu. Der Endkunde erhält beispielsweise Einblicke in seine Verbrauchsdaten und kann sein Verhalten in Echtzeit verstehen und analysieren, rund um die Uhr. Die Idee dahinter: Die Kunden sollen damit ein Gefühl für ihren persönlichen Stromverbrauch bekommen und diesen möglichst auch selbst aktiv steuern können, sodass sie den Strom möglichst effizient einsetzen. Das Kundenportal, ist man bei EVUlution überzeugt, ist die Visitenkarte eines jedes EVU.

Der Smart Manager (Gateway) von SMARTPOWER erfasst nicht nur den elektrischen Verbrauch von Stromzählern, sondern auch die Daten von Gas-, Wasser- und Wärmezählern. Die sogenannte «Multi Utility»-Funktion ermöglicht es Querverbundunternehmen, verschiedene Zähler automatisiert, sicher und kostengünstig über ein zentrales Gateway, den Smart Manager, auszulesen. Er ermöglicht das Auslesen von Zählern und schickt abrechnungsrelevante Daten periodisch an die Management-System-Plattform weiter. Diese wiederum dockt an die bestehenden IT-Systeme des Versorgers an. Der Smart Manager ist also das Herzstück des Systems und wird lokal installiert. Er kann auch die Rundsteuerungsfunktion übernehmen und funktioniert dezentral, auch bei einem Unterbruch der Internetverbindung.

Das komplette System wurde bereits von Kunden ausgiebig getestet und anhand von echten Kundenfeedbacks laufend optimiert. Dabei sind auch einige Features als feste Bestandteile aufgenommen worden, wie zum Beispiel die innovative Live-Anzeige des Energieverbrauchs, auf die die Endkunden besonders positiv reagierten. SMARTPOWER bietet ausserdem die Flexibilität, neue innovative Tarifmodelle der Energieversorger umzusetzen weil die Systemarchitektur von SMARTPOWER dafür ausgelegt ist.

Das Smart-Meter-Produkt SMARTPOWER wird im Laufe der zweiten Jahreshälfte Metas-zertifiziert werden.

Über den Autor

Karl Thoma

Karl Thoma

Leiter Produktmanagement

Karl Thoma ist seit Anfang 2017 Leiter Produktmanagement bei Repower. In dieser Funktion verantwortet er das gesamte Produktmanagement und die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Services. Zuvor hat er die Entwicklung von PLUG’N ROLL, dem Elektromobilitätsangebot von Repower, massgeblich mitgeprägt. Zudem ist Karl Thoma Geschäftsführer der Anfang 2020 gegründeten EVUlution AG.

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